Stilllegung Deponie Heerte – Oberflächenabdichtung einer Monodeponie DK III
Die Salzgitter Flachstahl GmbH hat nördlich der Ortschaft Salzgitter-Heerte eine Deponie der Klasse III nach DepV betrieben, in der gefährliche Abfälle abgelagert worden sind. Die Abfälle sind größtenteils mit Böden abgedeckt worden. Im zentralen Bereich der Deponie traten seit 1996 immer wieder Dolinen-artige Sackungen auf, die auf Lösungsprozesse im Abfallkörper zurückzuführen waren. Durch die fehlende Stabilität des Abfallkörpers war das Aufbringen eines Oberflächenabdichtungssystems erst nach Stabilisierung des Deponiekörpers möglich. Dazu wurde eine Vorballastierung aus 370.000 to Stahlwerksschlacken eingebracht, die die Setzungsprozesse im betroffenen Deponieabschnitt beschleunigen sollte. In die Vorballastierung wurden Messstrecken zur Erfassung der Setzungen integriert, die verlässlichere Setzungsprognosen ermöglichen. Im Grundwasseranstrom wurde darüber hinaus eine Spundwand eingebracht. Dadurch wrd der Grundwasserspiegel dauerhaft unter die Unterkante der Abfälle abgesenkt, so dass Lösungsprozesse im Abfall unterbleiben.Nach Abklingen der Setzungen erfolgte die Aufbringung des endgültigen Oberflächenabdichtungssystems gemäß DepV.
Kenndaten
- Abzudichtende Fläche: ca. 10 ha
- Umlagerung und Profilierung von 308.000 to Stahlwerksschlacken aus der Vorballastierung
- Einbau und Profilierung von weiteren 172.000 to Stahlwerksschlacken
- 0,3 m Gasdrän- und Ausgleichsschicht aus aufbereiteten Stahlwerksschlacken
- 0,5 m Tondichtung
- Kunststoffdichtungsbahnen
- Geotextile Entwässerungsschicht
- 0,3 Hilfsdränage aus Deponieersatzbaustoffen (DEBS)
- 1,3 m Rekultivierungsschicht

Leistungen
- Bodenmechanische Untersuchungen
- Setzungsprognose
- Hydrogeologische Modellrechnungen











































































































































