Sanierung Klein-Niederung Stadtallendorf, Hessen

Kenndaten:

  • Bodensanierung sprengstofftypische Parameter, hpts. Mononitrotoluole (MNT)
  • Entnahmetiefe bis 5 m u. GOK, teilweise in grundwassergesättigter Zone
  • 50 m Spundwand bis 3 m u. GOK
  • Grundwasserabsenkung
  • Grundwasserbehandlung (12 m³/h)
  • Aushub gesamt ca. 18.700 m³
  • Entsorgter Boden ca. 31.600 t

Leistung:

  • Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfs- und Genehmigungsplanung
  • Sanierungsplan nach BBodSchG
  • Ausführungsplanung, Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe
  • örtliche Bauüberwachung, Sanierungsüberwachung, ökologische Baubegleitung
  • SiGe-Koordination bzw. Koordination nach TRGS 524

Beschreibung:

Im Produktionszeitraum der DAG-Sprengstoffwerke in Stadtallendorf wurden Abwässer aus der Sprengstoffproduktion über ein Hanggerinne in das Flüsschen Klein abgeleitet. Hieraus resultierten hochgradige Kontaminationen des Bodens im Hanggerinne und in der Niederung der Klein mit Sprengstoffprodukten. Die Bodenkontaminationen waren vor allem an das Gerinnebett, Vernässungszonen in Ufernähe des Gerinnes sowie den Überflutungsbereich inner¬halb der Klein-Niederung in unmittelbarer Nähe von Fischteichen gebunden. Um die Entnahme der Sprengstoffe bzw. der kontaminierten Böden zu ermöglichen, musste der wasserführende Gerinne-Graben umgeleitet werden. Die Sanierung erfolgte dann abschnittsweise über eine Gesamtlänge von 500 m bzw. einen Versickerungsbereich innerhalb der Klein-Niederung von 100 x 30 m. Aufgrund der stark emittierenden MNT erfolgte eine abschnittsweise lokale Ablufterfassung und -behandlung sowie die Einrichtung und der Betrieb von Immissionskontrollpunkten.
Im Ufer-/Überflutungsbereich der Klein erfolgte eine umfangreiche Wasserabsenkung mit entsprechender Wasserbehandlung.

 

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