Kläranlage Osnabrück-Eversburg
Anpassung Klärschlammbehandlung an die Klärschlammverbrennung

Die Stadtwerke Osnabrück betreiben die beiden Kläranlagen Osnabrück-Eversburg und Osnabrück-Hellern, auf denen die täglich anfallende Abwassermenge von 49.000 m³ gereinigt wird. Die Kläranlage Osnabrück-Eversburg ist mit einer Anschlussgröße von derzeit rd. 300.000 Einwohnerwerten die größte Kläranlage im Stadtgebiet.

Der bei der Abwasserreinigung anfallende Klärschlamm wird anaerob stabilisiert und mechanisch entwässert. Zurzeit wird der entwässerte Klärschlamm vollständig landwirtschaftlich verwertet. Hierzu wird der Klärschlamm mit Branntkalk und Eisen konditioniert und über Kammerfilterpressen mechanisch auf einen Feststoffgehalt von etwa 37,6 % entwässert. Kalkkonditionierter Schlamm ist für den Einsatz als Düngemittel sehr gut geeignet.
Durch gesetzliche Änderungen in der Düngemittelverordnung und Klärschlammverordnung im Jahr 2017 und dem damit gesetzlich geforderten Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Verwertung muss der Klärschlamm der Kläranlage Osnabrück-Eversburg ab dem Jahr 2029 unter Berücksichtigung eines Phosphorrückgewinnungskonzepts anders verwertet werden.

Vor diesem Hintergrund haben sich die Stadtwerke Osnabrück dafür entschieden, zukünftig den Weg der thermischen Klärschlammverwertung einzuschlagen und den anfallenden Klärschlamm vollständig über eine externe Monoverbrennungsanlage mit Phosphorrecyclingkonzept zu entsorgen.
Die Stadtwerke Osnabrück haben die Dr. Born - Dr. Ermel GmbH mit der Planung beauftragt, eine verfahrenstechnische sowie maschinelle Anpassung der Schlammbehandlung am Kläranlagenstandort durchzuführen, um den Faulschlamm ideal auf eine thermische Verwertung vorzubereiten.
Vorrangiges Ziel der Anpassung ist es, die Konditionierung auf organisches polymerbasiertes Flockungsmittel umzustellen und den Schlamm weitgehend zu entwässern, um die Energiebilanz und die Kosteneffizienz der Schlammentsorgung zu optimieren.

Bild: Die derzeitige Schlammlagerhalle