Ingenieure ohne Grenzen

Der Grundschulunterricht in Kanty, einem Dorf in einer abgelegenen Bergregion im Inland Guineas, findet derzeit ohne direkten Zugang zu sauberem Wasser statt. Das Wasser der nächstgelegenen Quelle wird unter zeitlicher und körperlicher Belastung von den Kindern den Hang hinauf zur Schule geschleppt. Hinzu kommt, dass das Wasser mikrobiell belastet ist. Die Sanitäreinrichtung an der Schule kann ohne Wasser nicht benutzt werden. Dies beeinträchtigt den Schulunterricht und stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit der Kinder dar. Gemeinsam mit den Projektpartnern Agence Lönni Bankhi und Kania e.V. will die Regionalgruppe Bremen von Ingenieure ohne Grenzen e.V. die Wasserversorgung und die hygienische Situation an der Schule verbessern. Die Lebensqualität der Schüler und Dorfbewohner soll durch den Bau von Regenwasserzisternen erhöht werden. Zusätzlich soll das Gesundheitsniveau durch Hygienesensibilisierung verbessert werden. Nach einer ersten Erkundungsreise 2015 sowie zwei Jahren der Planung und des Einsammelns von Spendengeldern*, war es im Februar 2018 nun endlich soweit: vier von uns konnten nach Guinea! Die Zisterne konnte in knapp vier Wochen gebaut werden und wird sich mit der aktuellen Regenzeit das erste Mal füllen…

Aus der Sicht eines Ausreisenden:
Eine tolle Erfahrung, die ich nur jedem empfehlen kann: zu erleben und aktiv mitzuhelfen, in einem tropischen Entwicklungsland mit einfachsten Mitteln und viel Engagement, eine für die Region neuartige Technologie einzuführen. Ich habe ein Land kennengelernt, dass ein enormes Potenzial besitzt, mit wissbegierigen jungen Menschen, einer großzügigen Natur und reichhaltigen Bodenschätzen. Wir hoffen, dass wir zumindest einen kleinen Beitrag leisten konnten, den Menschen vor Ort das Leben ein Stück weit zu erleichtern, die Hygienesituation verbessert zu haben und den Kindern die Chance auf eine erfolgreiche Bildung immerhin etwas erhöht haben.
Jeder kann sich als aktives Mitglied oder als Förderer engagieren.

Autor: Christophe Hagedorn

(Mein Dank an all jene unter Euch, die gespendet haben, und an die Geschäftsleitung, die unser Vorhaben großzügig unterstützt hat!)

Weitere Informationen über Ingenieure ohne Grenzen.

 

 

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