Bau von Zusatzfiltrationen auf den Kläranlagen Stralsund, Greifswald, Göhren und Bergen

Am 15. Juli 2019 besuchte Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz in Mecklenburg-Vorpommern, im Rahmen seiner Sommertour die Baustelle für die neue Zusatzfiltration auf der Kläranlage Bergen auf Rügen. Anlass war die Umsetzung der umfangreichen Ausgleichsmaßnahmen auf den vier Kläranlagenstandorten Bergen, Göhren, Greifswald und Stralsund, die im Zusammenhang des Baus der Gaspipeline Nord Stream 2 zum Transport von Gas nach Deutschland vorgenommen werden.

Im deutschen Küstenmeer wird ein rund 55 km langer Trassenabschnitt der insgesamt 1.200 km langen Ostseepipeline verlegt. Als vorsorgliche Maßnahme wurden rund 40 Millionen Euro für Ausgleichsmaßnahmen in Deutschland veranschlagt. Das ursprüngliche Konzept der Ausgleichsmaßnahmen sah vor, Ackerflächen von rund 1.000 Hektar mit einer Bodenwertzahl von unter 50 in Grünland auf Rügen umzuwandeln. Zur deutlichen Minimierung des Flächenbedarfs investiert die Nord Stream 2 AG freiwillig in Zusatzfiltrationen auf den Kläranlagen Bergen und Göhren sowie Greifswald und Stralsund.

Damit wird der Eintrag in die Rügenschen Boddengewässer in Form von Nitrat um 70 Tonnen und von Phosphor um über drei Tonnen pro Jahr reduziert. Davon entfallen 26 % auf die Kläranlagen der Insel Rügen (Bergen und Göhren), 29 % auf die Kläranlage Greifswald und 45 % auf die Kläranlage Stralsund.

Nach europaweiter Ausschreibung erhielt die Planungsgemeinschaft Filtration RGS unter der Federführung der Dr. Born - Dr. Ermel GmbH den Auftrag für die Planung der Zusatzfiltrationen auf den Kläranlagen Bergen, Göhren, Greifswald und Stralsund. Diese sollen an allen vier Kläranlagenstandorten im Dezember 2019 in Betrieb gehen.

Weitere Informationen von Nordstream 2 finden Sie hier und hier.

Hier finden Sie einen Presse-Beitrag der Ostsee-Zeitung vom 16. Juli 2019.

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